Der häufigste und teuerste Fehler beim Kauf einer Lichtkuppel passiert nicht bei der Auswahl, sondern beim Zollstock. Es gibt drei verschiedene Maße an derselben Öffnung, und wer sie verwechselt, bekommt ein Bauteil geliefert, das nicht passt. Bei Maßware ohne Rückgaberecht.
Die drei Maße
Das Tageslichtmaß ist die lichte Öffnung, durch die tatsächlich Licht fällt. Es ist das kleinste der drei Maße und dasjenige, mit dem Hersteller ihre Kuppeln bezeichnen.
Das Dachöffnungsmaß ist das Loch in der Dachkonstruktion, bevor ein Aufsatzkranz darin sitzt.
Das Außenmaß des Aufsatzkranzes an der Oberkante ist das Maß, über das gebaut wird, wenn der vorhandene Kranz stehen bleibt.
Die Regel, die alles entscheidet: Wird über einen vorhandenen Aufsatzkranz gebaut, ist das Außenmaß des Kranzes an der Oberkante maßgeblich. Nicht das Tageslichtmaß, nicht die lichte Öffnung.
So messen Sie richtig
Schritt 1: an drei Stellen messen. Links, in der Mitte, rechts. Und dann noch einmal quer. Öffnungen im Bestand sind selten so rechtwinklig, wie sie aussehen.
Schritt 2: das kleinste Maß nehmen. Weichen die drei Werte voneinander ab, gilt der kleinste. Die Abweichung notieren Sie daneben.
Schritt 3: beide Diagonalen messen. Das ist der Schritt, den fast alle auslassen, und er ist der wichtigste. Sind die Diagonalen gleich lang, ist die Öffnung rechtwinklig. Weichen sie um mehr als 10 mm ab, ist sie verzogen, und ein rechteckig gefertigtes Bauteil wird nicht sauber sitzen. Dann rufen Sie besser vorher an.
Schritt 4: die Kranzhöhe erfassen. Gemessen von der Oberkante der Dachhaut bis zur Oberkante des Kranzes. Sie entscheidet darüber, ob ein Sanierungsrahmen passt.
Schritt 5: alles in Millimetern. Zentimeter führen zu Rundungsfehlern, und bei einem Bauteil, das dicht sein soll, sind fünf Millimeter viel.
Schritt 6: drei Fotos. Die Öffnung von oben, den Kranz seitlich im Anschluss an die Dachhaut, und den Blick von innen nach oben. Diese drei Bilder ersparen im Zweifel eine Anfahrt.
Was wir außerdem wissen müssen
Bei einem Aufsatzkranz: Material (PVC, Stahl, Holz oder Beton) sowie Höhe und Zustand. Beim Dachaufbau: die Dachhaut (Bitumen, FPO, PVC, Kies oder Gründach), die Dämmstärke und die Tragkonstruktion.
Klingt nach viel. Es sind zehn Minuten auf dem Dach, und sie entscheiden darüber, ob die Lieferung passt.
Nehmen Sie das Aufmaßblatt mit
Wir haben ein Blatt zum Ausdrucken, auf dem alle Maße für den Kuppeltausch in der richtigen Reihenfolge abgefragt werden: Tropfkante, Dom- und Rahmenmaß, Maße des Aufsatzkranzes oben und unten, Kranzhöhe und Kranzform. Dazu Fabrikat, Schaligkeit und ob ein RWA-Beschlag vorhanden ist. Füllen Sie es auf dem Dach aus und schicken Sie es mit drei Fotos an info@en-vier.de. Dann sagen wir Ihnen, welche Kuppel passt oder ob ein Sanierungsrahmen die bessere Lösung ist.
Häufige Fragen
Wir wollen die alte Kuppel ersetzen, der Kranz bleibt. Welches Maß brauchen Sie?
Das Außenmaß des Kranzes an der Oberkante, gemessen an drei Stellen. Und die Kranzhöhe.
Unsere Öffnung ist nicht rechtwinklig. Geht das trotzdem?
Meistens ja, aber nicht mit einem Standardmaß. Schicken Sie die Diagonalen mit, dann sagen wir Ihnen, ob eine Sonderanfertigung nötig ist.
Was kostet ein Sondermaß gegenüber der Standardgröße?
Das hängt von Material und Ausführung ab. Wir rechnen es Ihnen aus, sobald das Aufmaßblatt da ist. Wichtig zu wissen: Maßware ist von der Rückgabe ausgenommen. Genau deshalb messen wir lieber zweimal.
Aufmaßblatt herunterladen: ausdrucken, ausfüllen, mit drei Fotos an info@en-vier.de.
Rückfragen vorher gern unter 0800 0400 888, Sina Schröder oder Natalie Ebel
Aufmaßblatt herunterladen (PDF) →


